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Die Gründungstage von Efteling


Efteling hat nicht gerade eine sehr stringente Gründungsgeschichte. Deshalb gibt es eigentlich gleich mehrere Daten, an denen man Jubiläum feiern könnte. Wir stellen euch die Daten vor und erklären, warum sich Efteling letztlich für den 31. Mai 1952 als Jubiläumstag entschieden hat.

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Bei Freizeitparks läuft die Gründung häufig so oder so oder so ähnlich ab: Ein privater Unternehmer fasst den Entschluss, einen Freizeitpark zu bauen, sucht und findet ein geeignetes Grundstück, holt Baugenehmigungen und Gelder ein, und irgendwann gibt es dann einen Tag, an dem der Park erstmals für Besucher geöffnet hat. Für den Europa-Park war dieser Tag zum Beispiel der 12. Juli 1975, für das Phantasialand der 30. April 1967 und für den Heide-Park der 19. August 1978. Auch Efteling hat ein solches Datum in petto: Der 31. Mai 1952 gilt als Gründungstag und folglich wird heute auch der 65. Geburtstag des Parks gefeiert.

Doch so klar, wie es das Datum vielleicht vermuten lässt, ist Eftelings Gründungsgeschichte beileibe nicht: Sie verlief nicht stringent und so kommen über einen Zeitraum von rund 15 Jahren gleich vier verschiedene Daten infrage, an denen man Jubiläum feiern könnte. Wir wollen euch die vier Alternativen vorstellen und so auch etwas über die Geschichte Eftelings vermitteln:

19. Mai 1935 – das erste Freizeitangebot

Die erste Idee, südlich von Kaatsheuvel ein Freizeitangebot zu schaffen, entstand in den 1930er-Jahren. Da es der Bevölkerung aufgrund der damaligen Weltwirtschaftskrise nicht gut ging, setzte man es sich zum Ziel, einen Park anzulegen, in dem die Menschen spazieren gehen oder Sport treiben konnte. Initiiert wurde das Vorhaben von Akteuren aus der Gesellschaft: Die lokale katholische Kirche, vertreten durch Kaplan Rietra und Pastor de Klijn war genauso an Bord wie D.E.S.K., der lokale Fußballverein. Noch 1933 begannen die Bauarbeiten und am 19. Mai 1935 konnte der R.K. Sport- en Wandelpark, der zu diesem Zeitpunkt 12 Hektar groß war und aus einem Fußballplatz, zwei Übungsplätzen sowie einer Spielwiese bestand, schließlich eröffnet werden. Der 19. Mai 1935 war also der erste Tag, an dem das Gelände südlich von Kaatsheuvel als Freizeitfläche genutzt wurde. Den Namen Efteling gab es damals aber noch nicht.

25. Mai 1950 – das erste Mal „Efteling“

Das sollte sich 1950 ändern. Nachdem der Zweite Weltkrieg die weitere Entwicklung erschwert hatte, nahm unter anderem der neue Bürgermeister Reinier van der Heijden die Bemühungen um den Park wieder auf . Eine Schuhausstellung im Jahr 1949 war das erste Zeichen dieser Aktivität – das für die Ausstellung gebaute Eingangstor wurde in den Anfangsjahren auch noch als Eftelings Haupteingang genutzt. Es war jetzt zum Ziel geworden, den Park weiter auszubauen und ihn sowohl touristisch als auch ökonomisch zu einem wichtigen Faktor für die Gemeinde werden zu lassen. Hierfür sollte es auch einen neuen Namen geben: Efteling, ein Begriff mit jahrhundertelanger Geschichte, der sich vermutlich auf eine Bauernschaft in der Umgebung des Parks zurückführen lässt, wurde hierfür ausgewählt. Als am 25. Mai 1950 die bereits seit 1937 bestehende Stiftung für den Wander- und Naturpark in „Stichting Natuurpark de Efteling“ umbenannt wurde, war der neue Name offiziell.

11. Mai 1951 – das Gesicht des Parks

Bei der Umbenennung war der Park aber im Kern noch identisch mit dem, was dort vor dem Krieg aufgebaut worden war. Erst danach begannen umfassende Arbeiten auf dem Gelände. Dabei wurde die Struktur des Parks grundsätzlich verändert, denn ein großer Teil der Flächen war damals noch naturbelassen. Nun wurde die Landschaft mit ihren Wegen und Seen angelegt, die wir noch heute in abgewandelter Form in Efteling vorfinden. Darüber hinaus wurde auch an einem neuen Spielplatz mit einem daneben liegendem Teehaus gearbeitet, die beide am 11. Mai 1951 eröffnen konnten. Sowohl Teehaus als auch Spielplatz waren danach jahrzehntelang einer der Kernbereiche Eftelings. Name da, Parkstruktur da und sogar zwei erste wichtige Attraktionen – doch auch den 11. Mai 1951 lässt Efteling nicht als Gründungsdatum gelten.

31. Mai 1952 – der Märchenwald

Die Ankündigung des Märchenwalds 1952. Quelle: Efteling.

Der 31. Mai 1952 bleibt vielmehr der offizielle Gründungstag – doch warum? An diesem Tag eröffnete in Efteling der Märchenwald. Wie war es dazu kommen? Auf einem Fest der Familie van der Heijden wurde überlegt, wie man den neuen Park noch attraktiver machen könnte? Es waren dann wohl vor allen Dingen die Ehefrau des Bürgermeisters, Betty van der Heijden sowie sein Schwager, der Cineast Peter Reijnders, die die Idee hatten, die Europäischen Volksmärchen in einem Wald darzustellen. Halbe Sachen wollte man nicht machen und holte mit Anton Pieck einen der bekanntesten niederländischen Illustratoren mit an Bord, um die Märchen zu gestalten – während Peter Reijnders für die technische Finessen zuständig war. Der Märchenwald war letztlich die Grundlage für den großen Erfolg den der Park in den kommenden Jahren erreichte – bereits im Jahr 1966 wurden erstmals über eine Million Besucher empfangen.

Schaut man auf diese Geschichte, kann man gut erahnen, warum sich Efteling dann doch für den letzten der vier Termine entschieden hat: Bei jedem Datum kam ein Stück von Eftelings Charakter hervor, doch erst mit dem 31. Mai 1952 waren wirklich alle wesentlichen Bestandteile beisammen. Der Park von 1935 hatte mit dem heutigen Efteling noch nicht viel gemein, etablierte aber den Standort und die Naturverbundenheit. Der Name wurden am 25. Mai 1950 hinzugefügt und die Parkinfrastruktur und erste wichtige Attraktionen am 11. Mai 1951. In einem letzten Schritt eröffnete schließlich am 31. Mai 1952 der Märchenwald – man könnte ihn als Wesenskern von Efteling einstufen

Insofern: Herzlichen Glückwunsch, zum 65. Geburtstag, Efteling!

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