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Die Pegasus


Anders als beim "Dansende Dolfijn", den mittlerweile wohl nur noch die Ältesten erlebt haben dürften, ist die Erinnerung an die Holzachterbahn Pegasus noch immer wach und lebendig, wo es doch nicht einmal ein ganzes Jahr her ist, als die Abrissmaschinen anrollten und die 18-jährige Geschichte des "geflügelten Pferdes" beendeten. Die Schließung der Achterbahn ist ein Novum in der bisherigen Parkgeschichte: Zum ersten Mal in 57 Jahren "De Efteling" wurde eine große Attraktion abgebrochen.

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In den letzten Jahren ihres Bestehens fristete die "Pegasus" ein Schattendasein. Im unmittelbaren Umfeld der Topattraktionen "Python" und - vor allen Dingen - "De Vliegende Hollander" genoss die Pegasus keine sonderlich hohe Popularität. Zu gering wohl die thematische Ausarbeitung, zu einfach wohl die Gestaltung der Fahrt.Am 19. Juni 2009 wurde die Holzachterbahn dann unerwartet vorerst geschlossen; offizielle Begründung: Immer höher werdende Betriebskosten, die eine Inbetriebnahme vielleicht gar nicht mehr rechtfertigen können. Rund einen Monat später, am 23. Juli folgte dann die endgültige Entscheidung: Die Pegasus wird abgerissen.

Wirtschaftliche Gründe waren es wohl nicht, die den Vorstand der Efteling GmbH, zu diesem Entscheid brachten. Selbst bei relativ hohen Betriebskosten hat die Pegasus wohl lange nicht so viel Geld verschluckt wie etwa "De Vliegende Hollander" oder die "Python". Auch mit der Pegasus hätte der Park wohl durchaus keine finanzielle Schwierigkeiten bekommen. Was wohl letztendlich ausschlaggebend war, war vielmehr die mangelnde Beliebtheit. Selbst bei doppelt so hohen Betriebskosten, wie sie die Pegasus verschlungen hat, hätte der Efteling-Vorstand wohl nie die wesentlich beliebtere "Piraña" oder die bewundernswerte "Fata Morgana" geschlossen.

Ein weiterer Fakt deutet darauf hin: Der Neubau der Holzachterbahn "Joris en de Draak" (zu Deutsch: "Georg und der Drache", dessen Eröffnung für den 1. Juli 2010 angekündigt. Das Projekt, welches an dem Standort der ehemaligen Pegasus entsteht, kostet 12 bis 15 Millionen Euro, wird 5 1/2 Meter höher werden und eine um 20 km/h größere Höchstgeschwindigkeit erreichen. Jede einzelne Strecke der Attraktion (da es sich um eine Dueling-Achterbahn handelt, gibt es hiervon zwei) soll im Vergleich mehr als 200 Meter länger sein. Der Vergleich macht deutlich, dass die neue Bahn wohl trotz eines technischen "Up-to-dates" nicht viel weniger Strom verbrauchen wird, als es die Pegasus tat.

Die Pegasus indes wird bald aus den Köpfen der Leute verschwinden und nur noch Gegenstand der Erinnerung sein.

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