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Das Baron-1898-Review zur Eröffnung


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Am gestrigen Dienstag war es endlich soweit: Einen Tag vor der Eröffnung für den Publikumsverkehr öffnete Efteling Baron 1898 schon einmal für einige Jahreskarteninhaber, Gewinner von Aktionen, Pressevertretern und Freizeitparkbloggern – zu letzterer Kategorien gehörten auch wir – und so können wir bereits jetzt vom neuen Dive Coaster berichten!

Außeneindruck der Attraktion
Schon diverse Baubilder vor der Eröffnung haben es gezeigt: Von Außen macht Baron 1898 einiges her und ist ein echtes Schmuckstück, das man auch von ganz verschiedenen Ecken im Park gut sehen kann. Von der imposanten Lifthillkonstruktion, über die eigentliche Fahrstrecke bis hin zum Minenkomplex – hier ist eigentlich alles sehr gut gelungen.





Warten
Direkt am Anfang der Warteschlange stehen zwei Entscheidungen an: Zunächst einmal, ob man alleine fahren will oder mit anderen, bekannten Personen zusammen – und etwas später die Entscheidung ob man einen der sechs Plätze der vorderen Sitzreihe ergattern und dafür etwas länger warten will, oder ob man auch mit den beiden hinteren Reihen vorlieb nehmen kann. Je nachdem für welche Option man sich entscheidet, wählt man eine andere Anstellreihe. Das sind eigentlich bekannte Prinzipien, doch in Efteling gibt es das ansonsten ähnlich nur an der Schiffsschaukel (spezielle Anstellschlange für spezielle Plätze) und der Bobbaan (Single-Rider-Anstellreihe). Die gesamte Warteschlange liegt draußen und führt in den hinteren Bereich des Fahrlayouts, wo ein Zick-Zack-Weg durch eine Grünanlage mit Tannen und Themingelementen wie Holzscheiten und Bergwerkswagen führt. Problematisch ist dabei aktuell noch, dass es keinen Sonnenschutz gibt. An vollen, sonnigen Tagen muss damit gerechnet werden, längere Zeit in der prallen Sonne zu stehen, auch wenn auch ein paar schattige Stellen zu finden sind. Da hilft auch ein kostenloses Trinkwasserbecken im Wartebereich wenig.



Vorshows im Gebäude
Am Ende der Wartens draußen verteilt ein Mitarbeiter kleine Zettel mit der Nummer der Sitzreihe, für die man sich entschieden hat. Der Grund dafür ist, dass für die Vorshows im Inneren – zu denen man nach kurzem Warten an der Eingangsveranda gelassen wird – alle Anstehenden wieder gemischt werden. Dieses System hat aber den Nachteil, das viel Papiermüll erzeugt wird -vielleicht findet hier Efteling später noch eine bessere Lösung.

Natürlich wollen wir an dieser Stelle nicht zu viel über das Geschehen während der Vorshows berichten. Daher folgen nun einige eher allgemeine Hinweise: Insgesamt werden im Baron 1898 zwei Vorshows gezeigt, die jeweils nur relativ kurz dauern. Die eigentliche Szenario der Geschichte wird dabei größtenteils im ersten Vorshowraum gezeigt, der dem Ankleideraum der Bergarbeiter entspricht. Der zweite Vorshowraum, auch Lohnraum genannt, bereitet konkret auf die eigentliche Fahrt vor und beinhaltet auch die aufwendige Gustave-Hooghmoed-Animatronic, die im letzten Making-Of-Video bereits gezeigt wurde.

Insgesamt sind einige sehr interessante und einfallsreiche Effekte in den Vorshows zu sehen, zudem wurde erkennbar Wert auf die Mehrsprachigkeit gelegt, denn die Charaktere sprechen oft in Niederländisch und Englisch. Trotzdem könnte die Verständlichkeit der Botschaften, besonders für fremdsprachige Gäste, noch verbessert werden. Verstärkt wurde dieses Problem noch durch eine teilweise eher maue akkustische Qualität sowie die schnelle Betriebsamkeit zwischen den einzelnen Stationen.

Station und Fahrt
Am Ende der zweiten Vorshow schwingen die Türen auf und es geht seitlich direkt in die eigentliche Station. Die Wertsachen können auf der gegenüberliegende Seite deponiert werden – für kleine und große Gegenstände stehen dabei unterschiedliche Aufbewahrungsschränke zur Verfügung. Insgesamt ist die Station recht einfach gehalten, passt aber ins Gesamtgefüge. Optisches Highlight sind zwei größere Räder mit angebrachten Stahlseilen. Die Fahrt führt zunächst in einen hinter der Station liegenden Raum vor dem Lifthill, in dem noch ein kleiner Showteil folgt.


Es folgt der Lifthill, der „Stop-Before-You-Drop“-Moment, der Drop, ein Immelmann und eine Zero-G-Roll, eine Helix und eine abschließende Kurve zurück zur Station. Die Fahrt ist kurz, aber auch spaßig und zugleich – wie man es von B&M gewohnt ist – leise und smooth.




Gestaltung im Gebäudeinneren
Efteling hat sich im Vorfeld intensiv um verschiedene Bergwerksgegenstände bemüht und bietet so eine Kombination aus Authenzität und eigenem kreativen Machwerk. Zweifelsohne haben der Designer Sander de Bruijn und andere Beteiligte hervorragende Arbeit geleistet.

Soundtrack
Der von den Brüsseler Philharmonikern aufgenommene Soundtrack stammt aus der Feder René Merkelbachs, der seit längerem Eftelings hauptsächlicher Komponist ist. Die meistens fröhliche, aber teilweise auch ernste und spannende Musik passt gut zu den Vorshows und der Attraktion.

Fazit
Trotz einzelner Verbesserungspotentiale liefert Efteling mit dem Baron 1898 eine erstklassige Attraktion, die sich gut ins Portfolio des Parks einreiht.

Weitere Infos
Efteling hat die komplette Eröffnungsfeier, die am Mittag stattfand, sowie ein längere Videproduktion zur Hintergrundstory auf Youtube veröffentlicht. Ein Onride-Video findet ihr zum Beispiel hier.

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