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Joris en de Draak


Joris en de Draak ist eine Racing-Holzachterbahn des US-amerikanischen Herstellers Great Coasters International. Basierend auf der Legende vom Drachentöter Joris (Georg) liefern sich hier die Bahnen Vuur (Feuer) und Water (Wasser) seit 2010 spannende Wettrennen. 

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Daten und Fakten

TypDoppel-Holzachterbahn
Dt. NameGeorg und der Drache
Bereich Ruigrijk
Eröffnung 2010
Geschwindigkeit max. 75 km/h
Bahnlänge 2x 788 m
Fahrtzeit 2 min
Kapazität 1.750 Besucher / Stunde
Entwerfer Karel Willemen
Hersteller Great Coasters International
Kosten 12,5 Mio. Euro

Wusstest du, dass...

  • Joris en de Draak neben Stampida in Port Aventura die einzige doppelspurige Holzachterbahn in Europa ist, die zurzeit betrieben wird? Sechs weitere können in Asien und Nordamerika besucht werden.
  • die Attraktion ab 2009 an der Stelle entstand, an dem zuvor die ältere Holzachterbahn Pegasus (2009) gestanden hatte?
  • Efteling-Designer Michel den Dulk vor seinem Abschied einen kleinen Darkride zum Thema Georg und der Drache entwarf, der aber nie umgesetzt wurde?

Attraktionserlebnis

Die Achterbahn, die im Ruigrijk in der Nähe von De Vliegende Hollander zu finden ist, ist optisch stark von ihrer hölzernen Bauweise geprägt - im Vordergrund steht die Imposanz der Konstruktion. Darüber hinaus hat der Gestalter, Karel Willemen, mittelalterliche Elemente eingesetzt, was dem Schauplatz der Legende entspricht. So finden sich in der aus Holz gebauten Station beispielsweise Ritterrüstungen und Turnierfahnen und die Warteschlange ist mit bunt verglasten Laternen verziert.

Die Besucher der Attraktion sollen in die Rolle eines Drachentöters schlüpfen, was auch die verschiedenen Gestaltungselemente der Attraktion erklärt - allen voran die Gegenüberstellung der Farben blau und rot: Denn diese beiden Farben stehen für die Elemente Wasser und Feuer, mit denen der Drache potentiell geschlagen werden kann. Man findet sie auf Bannern, an Laternen und an weiteren Stellen, doch vor allen Dingen an den Zügen der Attraktion: Jede der unterschiedlichen Strecken steht für eines der beiden Elemente und die Besucher sollen einen Wettstreit um den Sieg über den Drachen eingehen. Letzterer findet sich in Form einer großer Drachenanimatronic, deren Technik P&P Projects lieferte, etwas versteckt im Umfeld der Attraktion wieder.

Fahrt

Die eigentliche Fahrt beginnt jeweils mit einem kleinen Drop, der direkt auf den Lift übergeht, welcher die Fahrgäste auf eine Höhe von 25 Metern bringt. Am höchsten Punkt angelangt, vollziehen beide Spuren eine kurze S-Kurve, die nach einer 180-Grad-Kurve direkt in die erste große Abfahrt mündet. Dabei befinden sich nun beide Spuren direkt nebeneinander und vollziehen gleich auf den ersten Metern ein Wettrennen. Denn gleich nachdem die Züge auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigt haben, schießen sie wieder empor um mit reichlich Airtime über drei Hügel zu fahren, welche sich direkt oberhalb der Station und zwischen den Lifthills befinden. Schon hier zeigt sich meist, wer der schnellere Drachenkämpfer ist und auch ab hier, trennen sich die Wege von Feuer und Eis. Bestand die Fahrt bisher aus einem identischen, spiegelverkehrten Layout, so entfalten beide Spuren nun ihre eigenen Kräfte. 

Einer der vielen Berührungspunkte der beiden Bahnen Vuur und Water.

In Worten lässt sich der Fahrverlauf nun nicht mehr beschreiben. Beide Spuren kreuzen sich mehrfach, bis sie in die Holzkonstruktion unterhalb des Lifts abtauchen und ihr Wettrennen am Seeufer gegenüber des Fliegenden Holländers fortführen. Vorbei am Drachen, der mit seinem Schwanz aufs Wasser peitscht und eine Wasserfontäne auslöst, bahnen sich die Bahnen einmal über den See bis die Mauern von Piraña im Sichtfeld erscheinen. Doch mit einer erneuten 180-Grad-Kurve, finden beide Spuren wieder zusammen und machen sich auf den Weg zurück. Die letzten Kurven und Hügel, die die Fahrgäste aus den Sitzen heben lassen, werden bezwungen. Es folgt zum Abschluss eine besondere nach außen geneigte Kurve, die ein ganz neues Fahrerlebnis darstellt und inmitten der Holzkonstruktion des darüber liegenden Lifts völlig unvorhersehbar kommt.

Mit noch immer schnellem Tempo werden die Züge weich von den Magnetbremsen verlangsamt und passieren das Abstellgleis, ehe sie sich wieder in der Station einfinden. Je nachdem welche Spur gewonnen hat, entweder unter lautem Gejubel und gehissten Fahnen, oder mit Buhrufen und dunkel illuminierter Station. Das Abenteuer findet sein Ende, wo es vor nicht mal zwei Minuten begonnen hat, denn schon die nächsten Mutigen warten darauf, erneut gegeneinander anzutreten.

Story

Efteling hat auf Basis der legendären Gestalt des Drachentöters Georg ein eigenes, etwas ausgeschmückteres Märchen geschrieben. Hierin wird ein kleines Königreich von einem schrecklichen Drachen in Schach gehalten. In einem Sumpf lebt er mit seinen goldenen Dracheneiern und ist nur solange friedlich, wie er genug zu Essen hat. Dem König bleibt nichts anderes übrig, als dem Biest jeden Tag Schafe zu opfern. Als eines Tages alle Schafe aufgebraucht sind, verlangt der Drache jeden Tag ein junges Mädchen. Nun ergreift der König die Initiative und ruft für denjenigen, der den Drachen besiegt, eine Belohnung von 1001 Dukaten aus. Doch bis dahin muss der Drache weiterhin sein Essen erhalten und es wird gelost. Ausgerechnet die Tochter des Königs wird ausgelost und als diese sich schon in ihr Schicksal ergeben will, taucht der junge Joris auf. Mutig wie er ist, nimmt er es mit dem Drachen auf und schlägt ihn, den Herrscher über Feuer und Wasser, mit seinen eigenen Elementen. Zurück im Königreich angekommen verzichtet Joris auf seine Belohnung, verteilt die Dukaten in der Bevölkerung und lehnt die ihm angebotene Heirat der Prinzessin ab.

Eine Video-Version der Geschichte (Niederländisch) findet ihr hier.

Entstehungsgeschichte

Joris en de Draak, erstmals im Juli 2009 angekündigt, entstand als Ersatz für die 2009 abgerissene Holzachterbahn Pegasus, die einer Kosten-Nutzen-Rechnung nicht standhielt. Als Partner für die neue Attraktion wählte man die US-amerikanische Firma Great Coasters International, die zuvor mit Troy im Toverland und El Toro im Freizeitpark Plohn schon zwei ansehnliche Holzachterbahnen in Europa vorgestellt hatte. Der 12,5 Millionen Euro teure Bau der Bahn erfolgte dann im Winter bis Frühjahr 2009/2010 in recht zügigem Tempo, bevor Joris en de Draak schließlich im Juli 2010, einen Monat später als ursprünglich geplant, eröffnet wurde.  

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